Was ist Torqon?
Torqon ist ein klinisch ausgerichtetes Tool zur drehmomentbasierten Trainings- und Belastungssteuerung, das von D. Seidenspinner für die isokinetische Therapie sowie die medizinische Trainingstherapie entwickelt wurde.
Im Mittelpunkt steht nicht die abstrakte Prozentangabe, sondern das konkrete Drehmoment (Nm) – als unmittelbar steuerbare Größe für Belastbarkeit, Training und Progression. Torqon verbindet isokinetische Messdaten, klinische Einflussfaktoren und trainingswissenschaftliche Prinzipien zu einer praxisnahen Entscheidungsunterstützung für den therapeutischen Alltag.
Wofür wird Torqon eingesetzt?
Torqon unterstützt Therapeut:innen bei:
der Ableitung sicherer therapeutischer Belastungsbereiche aus isokinetischen Messungen
der reaktionsorientierten Dosierung bei Schmerz, Reizung oder arthrogener Muskelinhibition (AMI)
der klaren Unterscheidung zwischen Belastbarkeit und Belastungstraining
der strukturierten Planung von Kraftausdauer- und Hypertrophietraining
der transparenten Dokumentation von Trainingsempfehlungen und Therapieverläufen
Der Fokus liegt auf klinischer Entscheidungslogik, nicht auf starren Protokollen oder reinen Prozentwerten.
Torqon unterstützt Therapeut:innen dabei, aus einem Referenzwert (z. B. Drehmomentmaximum der unverletzten Seite) und klinischen Einflussfaktoren einen therapeutischen Belastungsbereich abzuleiten – als konkreten Zielbereich in Newtonmetern (Nm).
Im Gegensatz zu rein prozentbasierten Trainingsvorgaben übersetzt Torqon die Belastungsdosierung in praktisch nutzbare Drehmoment-Grenzen, die direkt in isokinetischen Systemen angewendet werden können.
Dabei werden typische klinische Faktoren wie:
Schmerz (VAS)
Reizzustand
arthrogene Muskelinhibition (AMI)
Atrophie
berücksichtigt, um den Einstieg in ein wirksames, aber kontrolliertes Belastungstraining zu erleichtern – insbesondere in Früh- und Übergangsphasen der Rehabilitation.
Optional kann Torqon zusätzlich die Winkelgeschwindigkeit als Steuerungsgröße einbeziehen (z. B. über ROM-basierte Faustregeln), ohne die drehmomentbasierte Dosierung zu ersetzen.
Ergebnis: ein klarer, nachvollziehbarer und dokumentierbarer Vorschlag für die isokinetische Trainingstherapie – inklusive Trainingsempfehlung sowie Bericht- und PDF-Ausgabe
Torqon richtet sich an:
Physiotherapeut:innen in Praxis und Klinik
Therapeut:innen in Rehabilitation und medizinischer Trainingstherapie
Sportwissenschaftler:innen im Reha- und leistungsnahen Bereich
Einrichtungen mit isokinetischen Trainings- oder Testsystemen
Überall dort, wo Belastung gezielt gesteuert und Progression sicher aufgebaut werden soll.
Torqon ersetzt keine klinische Beurteilung, keine Erfahrung und keine ärztliche Diagnostik.
Es bietet eine strukturierte, transparente und reproduzierbare Grundlage, um Trainingsentscheidungen bewusster zu treffen, besser zu begründen und konsistent zu dokumentieren.